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Bořetice {Boretitz}

Die ersten Erwähnungen über den Weinbau in der Gemeinde stammen aus dem Jahre 1355. Der Weinbau wurde stark von den Hutterern (Habanern) beeinflusst, die sich hier in den Jahren 1545-1605 niederließen und etwa in den Häusern Nr. 13 und 71 Weinkeller besaßen. Die Namen der Weinbaurieden stammen aus dem Mittelalter und blieben bis heute in der unveränderten Form erhalten, sie waren immer tschechisch: Dolní und Vrchní Kraví hora, Kácary, Olbramy, Hora Dlouhý, Hora Bočky und Novosády. Die meist angebauten Rebsorten sind Welschriesling, Grüner Veltliner, Neuburger und Müller Thurgau. Durch sehr hohe Qualität zeichnen sich blaue Rebsorten Blauer Portugieser, St. Laurent, Blaufränkischer und weitere aus.

Die Gemeinde Bořetice ist eingebettet in die sanft hügelige Landschaft am Fuße des Höhenzuges Žďánický les (Steinitzer Wald). Die bekannteste Erhebung ist Kraví hory, auf dessen Hängen oberhalb der zahlreichen Weinkeller sich fruchtbare Weinberghänge erheben. Diese interessante Umgebung mit vielen gepflegten Radwanderwegen ist für den Tourismus wie geschaffen.

Direkt in der Gemeinde befinden sich über zwanzig Keller, von denen die ältesten aus dem 16. Jahrhundert stammen. Ein dominantes Merkmal der Gemeinde Bořetice ist das malerische Weinkellerviertel unterhalb des Kraví hora (Kuhberg), welches ungefähr einen halben Kilometer nordwestlich von der Gemeinde entfernt liegt. Es zählt etwa 260 Keller. Die Keller sind in zwei „Hauptgassen“ angeordnet (Horní und Dolní Frejd), die aufgrund der Hanglage übereinander liegen. Aus architektonischer Sicht handelt es sich hier um ein tolles Beispiel für Winzerarchitektur. Dutzende von nebeneinander liegenden Kellern reihen sich entlang der Kellergasse und zugleich repräsentieren sie die persönliche Note ihrer Besitzer. Und auf diese Art und Weise haben die letzten Jahrzehnte mit ihren baulichen Maßnahmen eine unauslöschbare Spur von mehr oder weniger sensitiven Eingriffen in die Gestaltung der Keller hinterlassen. In Bořetice sollte man sicher nach keinen traditionellen Fassaden suchen, auch wenn man noch ein paar erhaltene Objekte finden kann. Interessant sind die Keller von Bořetice vor allem wegen des Lebens in der Kellergasse und aufgrund des touristischen Angebots.

Am 12. November 2000 haben hiesige Weinbauern eine „Freie Bundesrepublik Kraví hora (Kuhberg)“ mit eigener Regierung und eigenem Präsidenten gegründet. Diese organisiert verschiedene Winzer-, Kultur- und Veranstaltungen. Die „Winzerrepublik“ hat ihren Sitz natürlich in einem Weinkeller (Konskriptionsnr. 199). Im Jahr 2003 wurde auf dem Platz Vinckovo von Kraví hora eine dem Weinheiligen Urban geweihte Kapelle erbaut, der auch Schutzheiliger für die hiesigen Winzer sein soll. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist ein Denkmal der Wein-Hefe. Die Republik gibt ebenfalls eigene Pässe und Briefmarken aus und es gibt ein eigenes Zahlungsmittel.

Im Bundeskeller, Kellergasse Nr. 199, können Besucher die im Projekt umgesetzte Ausstellung “Freie Bundesrepublik der Winzer aus Kraví hora” (Deutsch/Tschechisch) besichtigen. Nirgendwo in Mähren stoßen Sie im Zusammenhang mit Wein und Kellergassen auf Reisepasspflicht, eine eigene Verfassung und eine Hymne für ein Kellerviertel bzw. einen Weinbausprengel.

Weitere Infos:
Svobodná republika Kraví hora (Freie Republik Kraví hora) - http://www.republikakravihora.cz
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